Bilder im Kopf erzeugen


Bilder im Kopf erzeugen

Globalisierung, Mobilität, Digitalisierung, Klimawandel – alles wichtige Themen. Aber selbst die spannendsten Vorträge bleiben den Zuhörern kaum in Erinnerung, wenn den großen Schlagwörtern keine konkreten Beispiele folgen. Meine Erfahrung ist auch hier: Nenne drei Beispiele, dann holen Sie so viel wie möglich Zuhörer auch ab.

Der Eisbär etwa, der immer wieder auf dem Packeis einbricht auf der Nahrungssuche, lässt die Folgen des Klimawandels auf dramatische Art lebendig werden. Die Chance, das sich die Zuhörer angesprochen und im besten Falle abgeholt fühlen, ist umso größer, wenn Emotionen angesprochen werden.

Konkrete Beispiele lassen Bilder im Kopf entstehen, wenn sie gut beschrieben und erzählt werden. Als Foto oder kurzes Video liefern sie die Bilder sogar gleich mit. Oft bleibt aber noch besser in Erinnerung, was im eigenen Kopf entstanden ist. Also trauen Sie Ihrem Publikum ruhig ein wenig Phantasie zu. Geben Sie nicht alles vor. Lassen Sie durch ein gutes Storytelling, eine Dramaturgie in ihrem Vortrag, zu, dass der Zuhörer sich mit dem Gesagten identifizieren kann.

In meinen Seminaren ‚Erfolgreich Präsentieren‘ zeige ich den Teilnehmern immer zwei Bilder  und frage,  welches sie mehr anspricht. Sie zeigen immer auf das Fahrradbild. Weil es konkret ist. Meine Meinung ist: „Konkret schlägt nicht konkret!“

 

 

Die Kraft der Wiederholung


Die Kraft der Wiederholung

Vielleicht kennen Sie es: Sie hören einen Vortrag und fragen sich am Ende, was der Redner seinem Publikum eigentlich sagen wollte. Es war vielleicht gar nicht so, dass Sie sich gelangweilt hätten, Sie können nur die Kernbotschaft nicht zusammenfassen. Sie könnten dem Vortrag keine Überschrift verpassen, sozusagen.

Das Problem ist: Unser Gehirn filtert automatisch, es kann nicht alle Informationen abspeichern. Jeder Vortrag, der mehr als 45 Minuten dauert, ist deshalb ohnehin schon eine Herausforderung. Für die Zuhörer, aber natürlich auch für denjenigen, der ihn hält.

Wenn Sie nun also in der Rolle des Sprechers sind, machen Sie sich bewusst: Damit möglichst viel im Gedächtnis ihres Publikums hängen bleibt, braucht der Vortrag einen guten Aufbau – aber er braucht auch Wiederholungen. Teilen Sie Ihre Kernbotschaft mehrmals mit: Am Anfang, in der Mitte und am Ende des Vortrags.

Helfen Sie Ihrem Publikum dabei, Ihre Message zu verstehen und zu behalten!

Die Wiederholung der Kernbotschaft ist nicht zuletzt auch für diejenigen, die vielleicht ein paar Minuten zu spät gekommen sind wichtig. Die den Kopf noch mit anderen Dingen voll haben, die noch eben eine Textnachricht abschicken oder schauen, was der Sitznachbar so treibt. Geben Sie allen die Chance, Ihren Vortrag und die Kernbotschaft zu hören, zu verstehen und Ihre wichtigsten Thesen mitzunehmen. Am Ende hat der aufmerksame Zuhörer sie dreimal gehört und der, der abgelenkt war, zumindest einmal.

Meinen Seminarteilnehmern gebe ich gern mit auf den Weg: Tell them what you are going to tell them, tell them, tell them what you told them!

Mein Tipp: Das Publikum mit einbeziehen!


Foto Axel Breuer Plan B

Interaktion mit dem Publikum

Ein weiteres wichtiges Stilmittel für Sie als Redner ist die Interaktion mit dem Publikum. Stellen Sie Fragen, die sich per Fingerzeig, also mit Ja oder Nein beantworten lassen. „Wer von Ihnen lebt auch in NRW?“, „Wer ist zum ersten Mal hier in Köln…in diesem Veranstaltungssaal / Hotel / Messe?“ Man kann auch eine Schwäche eingestehen, sich „Verbündete“ unter den Zuhörern suchen: „Wer von Ihnen geht auch IMMER vom Worst-Case-Szenario aus?“, zum Beispiel. Es kommt immer auf das Thema des Vortrags an und auf die Adressaten, die Sie erreichen wollen.

Bitten Sie die Zuhörer, die Hand zu heben oder lassen Sie sie kurz aufstehen – das Ganze darf natürlich nicht überstrapaziert werden, das gilt aber für alle dramaturgischen Werkzeuge. Die Devise ist: Tools dosiert einsetzen, ohne das Publikum zu langweilen.

Die Fragen müssen außerdem Sinn machen. Überlegen Sie sich, worauf Sie raus wollen. Wenn alle die Hand gehoben haben, die in NRW leben, sollte etwas Interessantes von Ihnen kommen. „Dann ist es Ihnen doch sicher auch schon passiert, dass…“ Am besten belegt mit statistischen Zahlen, Daten, Fakten – aber alles in komprimierter Kürze. Sie können auch eine rhetorische Frage stellen, bei der Sie davon ausgehen können, dass fast alle Zuhörer einverstanden sind. Ein zustimmendes und nickendes Publikum fühlt sich abgeholt und verstanden und ist offen für Ihre weiteren Argumente und Inhalte.

Vorsicht bei Schätzfragen: Wenn Sie etwa nach der Zahl der Deutschen fragen, die jedes Jahr in die Niederlande in Urlaub fährt und Zuhörer reinrufen: Acht Millionen! Dann gehen Sie mit ihrer Antwort – es sind immerhin fünf Millionen – regelrecht baden. Damit hinterlassen Sie dann keinen Eindruck mehr.

Sie können auch einen oder zwei Zuhörer zu Wort kommen lassen – dadurch erfahren Sie etwas über sie, was Sie geschickt noch einmal aufgreifen können im Vortrag oder kurz vor dem Ende. Das steht und fällt allerdings damit, wie schlagfertig, reaktionsschnell und spontan Sie selbst sind.

Insgesamt lockern Interaktionen den Vortrag auf und bieten dem Publikum eine Abwechslung. Die Zuhörer werden automatisch aufmerksam, wenn sie quasi direkt angesprochen und einbezogen werden.

Niemand wird dann abschalten, während Sie sprechen.

 

Die Macht der Stille


Die Macht der Stille

Eines der stärksten rhetorischen Mittel ist die Pause. Nicht in einem Stück atemlos durchschnattern und erzählen, sondern immer souverän und cool bleiben: Einatmen, ausatmen, kurz warten – und dann erst weiter sprechen. Vermeiden Sie so auch unbedingt Füllwörter wie „Ähm“ oder „Also“. Lieber kurz nichts sagen. Die Macht der Stille. Die sorgt dafür, dass das, was auf das Innehalten folgt, sehr viel mehr Aufmerksamkeit bekommt. Im besten Fall hängen die Zuhörer an ihren Lippen und sind gebannt, was jetzt passiert.

Schicken Sie etwa ein „Ganz besonders wichtig ist mir“ voran, legen dann eine kurze Pause ein – und weiter im Text. Alle werden zuhören. Sie machen aber auch dann eine Pause, wenn sie dem, was Sie gerade gesagt haben, mehr Gewicht verleihen wollen: „Wir sprechen hier von einem 100.000-Euro-Gewinn!“ Pause.

Der stille Augenblick hilft den Zuhörern auch dabei, das Gesagte besser sacken lassen und aufnehmen zu können – sie können sich später besser daran erinnern. Und sind aufnahmebereit für die nächsten Aspekte. Sie haben durch Pausen die Chance, sich etwas zu notieren oder nochmal kurz über das, was sie gehört haben, nachzudenken.

Sie als Redner können währenddessen einen Schluck  trinken und Ihre Stimme kurz ölen, Sie können einen Moment in sich gehen, sich auf den nächsten Punkt konzentrieren oder Ihr Handout checken. Versuchen Sie aber, im Blickkontakt mit Ihrem Publikum zu bleiben. Nutzen Sie Pausen als dramaturgisches Tool, um Ihrem Vortrag mehr Wirkungskraft zu verschaffen, ihn lebendig zu halten. Monotones Schnattern ermüdet.

Das Beste kommt zum Schluss


Das Beste kommt zum Schluss

In meinen Gimmicks, die Ihnen zu einem überzeugenden Vortrag oder einer inspirierenden Präsentation verhelfen werden, ging es zuletzt um das Wichtigste: Den Anfang: https://www.anoukellensusan.de/2018/09/17/bleiben-sie-im-gedaechtnis-ihres-publikums-haften/.

Vieles, was für den Anfang eines Vortrags gilt, gilt meiner Meinung und Erfahrung nach aber auch für das Ende. Es ist alles andere als unwichtig, für welchen Ausstieg Sie sich entscheiden. Ein gelungenes Ende sorgt dafür, dass Ihre Worte nachklingen und wirken können. Und Ihre Zuhörer sich an Sie erinnern werden – und zwar im besten Sinne.

Das Ende

Der Schluss eines Vortrags / einer Präsentation kann alles, was Sie vermitteln wollen, adeln – wenn er gut ist. Viele Redner sagen einfach: „Danke für Ihre Aufmerksamkeit!“ oder kokettieren mit „Ich hoffe, ich habe Sie nicht gelangweilt.“ Leider ist das langweilig.

Wie wäre es, das Publikum am Schluss zu überraschen? Sie können es wachrütteln mit einem spannenden Dreh Ihres Themas. Sie können einen eleganten Bogen zum Beginn Ihres Vortrags schlagen – und damit bei Ihren Zuhörern auch den Anfang noch einmal in Erinnerung rufen. Sie können aber auch mit einem kurzen, klug-witzig-charmanten Video oder einem starken Foto überraschen…. – und je nach Thema des Vortrags dafür sorgen, dass Ihr Publikum völlig beschwingt den Saal verlässt.

Weitere Stichworte sind: Call to Action, das Publikum nachdenklich stimmen, in die Tiefe gehen oder Musik einspielen. Alles in Variation, es kommt natürlich immer auf das Thema des Vortrags an. Was allerdings für den Anfang gilt, gilt meiner Meinung nach auch unbedingt für das Ende: Überlassen Sie nichts dem Zufall, setzen Sie nicht darauf, dass Ihnen „schon etwas Originelles einfällt“.

Sie können an anderen Stellen vom Protokoll abweichen – aber nicht an diesen wichtigen Stellen Ihrer Präsentation. Anfang und Ende sollten bestens überlegt und gut einstudiert sein. Spontan können Sie ein andermal sein. Hauen Sie am Ende eine Pointe raus, die ihr Publikum berührt, auf welche Art auch immer. Geben Sie Ihrer Präsentation ein würdiges Ende. Viel Spaß dabei!

 

 

Bleiben Sie im Gedächtnis Ihres Publikums haften


Bleiben Sie im Gedächtnis Ihres Publikums haften

Sie müssen einen Vortrag präsentieren, sind Gast auf einem Podium oder sollen eine Rede halten? Von mir bekommen Sie ganz einfache Gimmicks, die dafür sorgen, dass Sie positiv aus der Reihe fallen. Fangen wir ganz vorn an, am Anfang. Es braucht nur eine Zehntelsekunde für einen ersten Eindruck. Machen Sie sich bewusst, dass dieser Eindruck bei vielen Zuhörern der gleiche ist – sind Sie jemand auf Anhieb sympathisch, haben Sie diese Wirkung also sehr wahrscheinlich auch auf andere.

Der Anfang

Beginnen Sie anders als andere! Warum? Die ersten Sekunden sind die Wichtigsten. Das Publikum wird entscheiden: Sympathisch oder unsympathisch. Und ob es neugierig genug ist, Ihnen zuzuhören. In den ersten beiden Minuten Ihrer Präsentation haben Sie die größte Aufmerksamkeitsspanne der Zuhörer. Sie entscheiden: Höre ich weiter zu oder steige ich gedanklich aus, schweife ich ab? Stellen Sie sich vor, Sie sprechen über das, was Ihnen am Herzen liegt, haben sich unendlich viel Mühe mit der Vorbereitung gemacht und ihr Publikum denkt darüber nach, was es am Abend zu essen geben könnte oder zückt kollektiv das Handy zum Surfen im Netz. Nicht schön.

Vermeiden Sie also Standard-Anfänge wie „Mein Name ist…Schön, dass Sie gekommen sind…“. Langweilen Sie Ihr Publikum nicht, sondern überraschen Sie es! Starten Sie etwa mit einer Schätzungsfrage, einer kurzen (!) Geschichte, einem Video, zeigen Sie ein außergewöhnliches Foto, beziehen Sie das Publikum mit einem kleinen Quiz ein oder erzählen Sie einen Witz. Meinen Lieblingsanfang verrate ich Ihnen sehr gern in meinem Workshop „Erfolgreich Präsentieren – vor Gruppen sprechen, hol das Beste aus Dir selbst!“. 😉

Nach dem ungewöhnlichen Beginn können Sie dann, wenn Sie wollen, die Standards bringen, Ihren Namen und das Thema mitteilen.

Wichtig ist: Fangen Sie immer anders an und fordern Sie Ihre Kreativität heraus. So laufen Sie nicht Gefahr, in die immergleiche Präsentation zu verfallen. Ihr Publikum wird es Ihnen danken – und auch für Sie selbst bleibt Ihr Auftritt lebendig.

Erfolgreich präsentieren – wie Sie Zuhörer für sich gewinnen


Erfolgreich präsentieren – wie Sie Zuhörer für sich gewinnen

Von Anouk Ellen Susan

 

Auf Ihrem Gebiet sind Sie Profi, der absolute Experte, man könnte Sie alles zu Ihrem Thema fragen. Doch wenn es darum geht, das geballte Wissen in einen handlichen Vortrag zu packen und vor einem Publikum zu präsentieren, macht sich Unsicherheit breit. Glossophobia wird die Angst genannt, vor Publikum zu sprechen.

Die gute Nachricht ist: Sie stehen mit dieser Angst nicht allein da. Drei von vier Befragten geben zu, die unangenehme Situation zu kennen. Die schlechte Nachricht: Weisheiten wie „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“ helfen nur sehr bedingt. Solche Ratschläge können sogar eher den Druck noch erhöhen, dem man sich ohnehin schon ausgesetzt fühlt.

Aber mit der richtigen Vorbereitung und meiner Hilfe kann jeder lernen, die Angst zu überwinden. Und deshalb werde ich nach und nach auf meiner Webseite Tipps geben, wie ein guter und überzeugender Vortrag oder eine inspirierende Präsentation gelingt.

 

Fangen wir an mit den ersten drei Tools:

1. Das Wichtigste ist die Vorbereitung. Wer ist mein Publikum? An wen adressiere ich meinen Vortrag? Je mehr Sie über Ihre Zuhörer wissen, desto besser können Sie Ihren Vortrag auf deren Interessen abstimmen. Es geht darum, das Publikum dort abzuholen, wo es ist. Die Zuhörer sollen sich angesprochen und vor allem gesehen und verstanden fühlen. Bringen Sie also alles in Erfahrung, was Sie finden können im Vorhinein. Setzen Sie sich mit Ihren Adressaten auseinander: Was ist das für ein Unternehmen? Welche Philosophie lebt die Firma? Wer sind die Mitarbeiter? Worum geht es?

Lassen Sie geschickt einfließen, dass Sie wissen, womit die Zuhörer sich befassen, was ihre täglichen Probleme sind. Darauf auch die Begrüßung und die ersten Sätze abstimmen, um die Zuhörer gleich für sich zu gewinnen. Der Vortrag gewinnt so für jeden im Raum an Relevanz und Sie hinterlassen einen professionellen und sympathischen Eindruck, weil das, was Sie sagen, nicht wie eine Standard-Rede wirkt, die Sie immer und überall halten könnten.

2. Treten Sie in Kontakt mit Ihren Zuhörern. Sprechen Sie nicht so, als stünden Sie im luftleeren Raum, als gäbe es kein Publikum. Schauen Sie die Menschen an, lächeln Sie, gewinnen Sie sie für sich. Das schaffen Sie, indem Sie etwa rhetorische Fragen stellen, mit dem einen oder anderen in einen kurzen Dialog gehen. Bleiben Sie gelassen, gönnen Sie sich und Ihrem Publikum auch mal eine Denkpause, lassen Sie Wichtiges nachwirken. Und der Kontakt ist nicht nur während des Vortrages wichtig. Ich habe tolle Erfahrungen damit gemacht, mich vor meiner Rede nicht im stillen Kämmerlein zu verstecken, sondern mich unters Volk zu mischen, ein wenig zu plaudern, Hallo zu sagen. Es ist die beste Möglichkeit, die Menschen für sich zu gewinnen, in Kontakt zu treten. Stellen Sie Fragen, hören Sie zu, seien Sie wie eine charmante Gastgeberin. Vielleicht lässt sich das, was besprochen wurde, dann auch spontan in den Vortrag einbauen – es geht darum, sich auf dieselbe Ebene zu bringen, auf Augenhöhe mit dem Publikum zu sein. Das schafft Nähe, weckt Interesse und verzeiht auch mal einen Versprecher – sollte es einen geben.

 

3. Bleiben Sie bei sich. In meinem Workshop zum „Public Speaking“ gebe ich sehr viele konkrete Tipps. Das Know How aus meiner mehr als 20-jährigen Berufserfahrung und aus meinem Studium zum „Professional Speaker“ fließen dort mit ein. Aus der Menge an Tools muss sich allerdings jeder das für ihn Passende heraussuchen. Mein Bauchladen ist voller Werkzeuge für einen gelungenen Auftritt vor Publikum. Nicht alles passt für jeden. Wichtig ist: Bleiben Sie bei sich, seien Sie authentisch und suchen Sie sich heraus, was Sie für anwendbar halten, was zu Ihnen passt. Sie haben IHR Thema, über das Sie sprechen wollen. Ich unterstütze Sie dabei.

Strahlen Sie mit Ihrer Leidenschaft zu Ihrem Thema – denn diese Leidenschaft strahlt auf andere Personen ab!

Lippenstift & Likes


Anouk Index: Lippenstift & Likes

Alleine ist man schneller – gemeinsam kommt man weiter

„Gefällt mir“ heißt auf Facebook: Daumen hoch. Eine kleine Anerkennung für einen interessanten, originellen oder besonders witzigen Post. Social Media Kanäle wie Facebook, Instagram oder Twitter können aber sehr viel mehr sein: Wer geschickt und regelmäßig seine Botschaften postet, kann die Tools als perfekte Multiplikatoren nutzen, neue Kunden auf sich aufmerksam machen und interessante Geschäftspartner oder einfach Gleichgesinnte finden. Trommeln gehört zum Handwerk, heißt es zu Recht.

Im letzten Teil meines Anouk-Index’ geht es deshalb um den guten Auftritt. Nicht nur den in den Sozialen Netzwerken, sondern auch den ganz persönlichen: „Lippenstift und Likes“. Auch das gehört zum Selbstmarketing 3.0 – How to upgrade yourself.

Jeans und Sneakers oder Kostüm und High Heels: Haben Sie Ihren ganz eigenen Stil schon gefunden?

Das richtige Auftreten, das Outfit und (für Frauen…) ein schönes Make-up sind wichtiger, als manche vielleicht denken. Ein guter Auftritt erzielt Wirkung. Und ein gewinnendes Äußeres stärkt auch denjenigen, der damit positiv auffällt. Ich finde, man sollte sich immer so kleiden, dass die Kunden denken: Okay, sie kann mit dem Geld, das ich ihr für unser Projekt bezahlt habe, gut umgehen.

Unser Stil spiegelt sich in unserer Wohnungseinrichtung wieder, aber für alle sichtbar eben auch in der Art, uns zu kleiden. Eins vorweg: Mode ist nicht gleich Stil. Es geht nicht darum, jeden Trend mitzumachen, sondern darum, seine persönliche Marke auszubilden. Tragen Sie das, was zu Ihnen passt! Gehen Sie dabei aber nicht immer nur auf Nummer sicher – mit der Designer-Marke, die sie lieben, oder der weißen Bluse, mit der Sie nichts falsch machen können. Probieren Sie auch mal etwas Neues aus. Was das Make-up betrifft, liebe Frauen: Schon wenig reicht, um eine gute Wirkung zu erzielen. Grundierung, Wimperntusche und Rouge sind die wichtigsten Schminkutensilien. Meine Mutter ist Maskenbildnerin. Sie sieht das Schöne im Menschen und schafft es, Individualität durch Make-up zu betonen. Das können Sie auch! Wer unsicher ist, sollte sich einmal vom Profi zeigen lassen, welche Lippenstiftfarben gut passen und wie man den Lidschatten aufträgt. Keine Sorge, liebe Männer, auch ohne Schminke lässt sich ein kompetenter Auftritt meistern. Ein gepflegtes Äußeres und ein guter Kleidungsstil sind aber unerlässlich.

Und nun zurück zu den Likes in den Sozialen Netzwerken. Streuen Sie Botschaften, machen Sie Werbung für sich und Ihre Sache! Arbeiten Sie mit anderen zusammen, nutzen Sie Synergien, die sich auftun. Die Devise lautet: Alleine bist Du schneller, gemeinsam kommst Du weiter. Viele tun sich schwer, sich selbst zu loben, aber glauben Sie mir: Eigenlob stimmt. Und die meisten Männer haben das immer noch besser drauf als wir Frauen. Am besten machen Sie sich für den Anfang einen Plan. Dazu kann gehören, jeden Tag einen neuen Kontakt über Xing/LinkedIn anzufragen. Oder sich jeden Tag zehn Minuten Zeit zu nehmen für ein Telefonat mit einem Geschäftspartner, einem Kunden oder auch einem Lieferanten. Sie alle bilden das Netzwerk, das Sie erfolgreich macht. Gehen Sie auf After Work Partys – verbinden Sie das Schöne mit dem Nützlichen. Arbeiten Sie mit anderen zusammen!
Konkurrenzdenken schürt immer nur Angst und macht eng. Denken Sie großzügig, holen Sie interessante Menschen ins Boot.

Und denken Sie dran: „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“.
(Netty Neuthal)

Auf bald, Ihre Anouk Ellen Susan

Lernen & Leistung


Anouk Index: Lernen & Leistung

Adieu, Komfort-Zone!

Es lebt sich eigentlich immer ganz schön in der Komfort-Zone. Finden Sie nicht auch? Es ist so gemütlich. Man hat sich eingerichtet, im Job, in seiner Beziehung, im Alltag. Routine hat etwas sehr Beruhigendes. Aber für die großen Momente und das Gefühl, sich so richtig lebendig zu fühlen und glücklich zu sein, ist es meiner Meinung nach wichtig, die Komfort-Zone auch immer wieder zu verlassen. „Lernen und Leistung“ gehört ganz klar zum Anouk-Index’, meinem Leitfaden für Ihr Ego-Upgrade.

Ich überprüfe immer wieder meinen Status Quo: Wo stehe ich und wo will ich hin? Dabei geht es übrigens nicht darum, am Ende den bestbezahlten Job zu haben. Es geht vor allem darum, zu erfühlen, was man braucht, um glücklich zu sein. Ein Beispiel? Ich habe vor 8 Jahren einen Job an den Nagel gehängt, der sehr gut bezahlt war. Ich habe meinen Dienstwagen zurückgegeben und mich von Geschäftsreisen nach New York, Tokio oder Stockholm verabschiedet. Ich habe gespürt, das ich etwas anderes brauche: Neue Inspiration. Ich war im Hamsterrad, habe viel zu viel gearbeitet. Mein größtes Glück war damals ein Vier-Tage-Job in einem Büro. Mit weniger Geld. Weil dieser Zustand mir geholfen hat, den Kopf wieder frei zu kriegen für ganz andere Dinge. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Zu wissen, was man braucht, ist das eine.

Den Weg wirklich einzuschlagen, den man gehen will, ist das andere. Es kostet viel Kraft und Energie, seine Komfortzone zu verlassen. Was hilft: Sich auf seine Stärken zu konzentrieren. Meistens wissen wir um unsere Stärken: Ob wir kreativ sind oder besonders gut in der Kommunikation. Oder vielleicht ein IT-Profi. Machen Sie mal eine kleine Umfrage im Freundes- und Kollegenkreis, wenn Sie unsicher sind. Bitten Sie ihr Umfeld um eine ehrliche Einschätzung ihrer Stärken. Und fokussieren sie sich darauf. Die Ziele sind dann viel einfacher, manchmal auch schneller, zu erreichen.

Was ich mit „Lernen“ aber auch meine ist: In allen Bereichen dazulernen. Es geht nicht immer nur um die Beförderung. Manchmal bringt es einen auch weiter, wenn man einen Kochkursus macht, sich zu einer Wanderung auf dem Jakobsweg aufmacht oder sich zum ersten Mal im Leben zu einem Marathon anmeldet. Open minded in allen Bereichen sein, das bewahrt eine Neugier, die sehr wichtig ist und uns dabei hilft, uns weiterzuentwickeln. Offen sein für Neues.

Dass die Leistung stimmen muss, ist klar. Ich spreche nicht davon, alles schleifen zu lassen. Nur: Wir sollten keine Workaholics werden. Wenn wir Interessen haben, offen sind für Neues und uns in vielen Bereichen weiterbilden bereichern wir uns, entwickeln uns weiter, schaffen uns Selbstsicherheit drauf und bekommen neue Energie und Inspiration. Aktiv bleiben, mutig sein, agieren und nicht nur reagieren. Wichtig ist es, Vertrauen in sich selbst zu haben, Klarheit zu schaffen, Ziele zu setzen und auf dem Weg dorthin die Erfolge zu feiern. Das nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern auch von außen wahrnehmbar. Machen Sie Leistung sichtbar! Was wir können lässt sich wunderbar charmant, klug und witzig via Social Media transportieren, aber auch bei Mitarbeitermeetings, auf der Jahreshauptversammlung, im unternehmenseigenen Intranet.
„Life begins at the end of your comfort zone“ (Neale Donald Walsch)

Also. Auf geht’s!
Ihre Anouk Ellen Susan

Lachen & Loben


Der Anouk Index: Lachen & Loben

Ein Lächeln für Ihr Spiegelbild – ein Kompliment für Ihre Lieben

Wann haben Sie zuletzt ein Kompliment bekommen? Eins, das Sie wirklich gefreut hat, weil Sie sich erkannt gefühlt haben. Und wie lange ist es her, dass Sie jemanden gelobt haben, ihm Ihre ehrlich gemeinte Anerkennung versichert haben? Es gibt die Devise: Nicht getadelt ist gelobt genug. Das halte ich für falsch. Verschenken Sie Lob! Seien Sie großmütig, spiegeln Sie Kollegen und Mitarbeitern, was Sie gut gemacht haben. Sagen Sie Freunden, was Sie toll an Ihnen finden.

Ich bin davon überzeugt: Es strahlt letztlich auf einen selbst ab, wenn man anderen hilft, erfolgreich zu sein – auch, indem man ihre Stärken hervorhebt. Wenn das Ganze mit einem Lachen geschieht machen Sie jemanden mit Sicherheit ziemlich glücklich – und sorgen dafür, dass sein Selbstwert steigt. In einem Team wird sich das letztlich immer auf alle auswirken. „Lachen und Loben“ ist deshalb ein wichtiger Teil des Anouk-Index’, meinem Leitfaden für Ihr Ego-Upgrade.

Wer lacht, kann nicht gleichzeitig traurig sein. So einfach ist das. Am besten fangen Sie bei sich selbst an und schenken sich ein Lächeln, wenn Sie in den Spiegel schauen. Wenn es ein echtes Lächeln ist, klettert die Laune automatisch nach oben. Früher hatte ich die Idee, das Lachen von Kindern und Erwachsenen überall in der Welt aufzunehmen und herauszufinden, ob es von Land zu Land Unterschiede gibt. Mittlerweile bin ich davon überzeugt: Lachen ist eine universelle Sprache. Und es steckt am Strand von Rimini genauso an wie an einem grauen Bahnsteig in Bochum.

Es tut gut, andere in beste Stimmung zu versetzen. Loben und Lachen hängen eng zusammen. Und Komplimente können zaubern. Ich habe kürzlich im Österreich-Urlaub einer Bedienung gesagt, dass sie eine wunderschöne Kette trägt. Ihr ganzes Gesicht strahlte von einer Sekunde auf die andere, aber mehr noch: Sie ging stolz und hoch erhobenen Hauptes durch das Lokal, obwohl sie vorher eine recht gekrümmte Haltung hatte. Was ein kleines Kompliment doch bewirken kann, wenn es ernst gemeint ist. Und mal ehrlich: Wer freut sich nicht über Anerkennung, Lob und Bestätigung? Es geht ja immer auch um Wertschätzung.

Also, Hand auf’s Herz: Wann haben Sie Ihrem Partner, dem Kind, der Kollegin oder einem Mitarbeiter zuletzt gesagt, warum Sie ihn so sehr schätzen?

Fangen Sie noch heute bei sich selbst an, denn:

„Es kann nur dann ein Lächeln aus dem Spiegel schauen, wenn ein Lächelnder hineinschaut.“
Chinesisches Sprichwort

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