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Tag Archives: Arbeit

Auszeit im Corona-Sommer


„Wenn du Stress hast, gehe langsamer“ –

Meine drei Tipps für die wichtige Auszeit im Corona-Sommer

Corona hat alles ausgebremst. Wir mussten Pläne verwerfen und neu denken. Die lange geplante große Reise wurde womöglich auf unbestimmte Zeit vertagt. Und trotzdem ist es wichtig, dass wir uns gerade nach dieser unsicheren Zeit Ruhe gönnen, um neue Kraft zu tanken.

Warum eine Auszeit absolut Sinn macht und welche drei Tipps zu beachten sind, damit die Ruhephase zu unserem persönlichen Wachstum beitragen kann:

  1. Wenn du Stress hast, gehe langsamer

Kennst du das? Deine To-do-Liste wird gefühlt immer länger? Am Ende des Arbeitstages hast du zwar viel erledigt, aber es ist gefühlt kein Ende in Sicht? Eine bewährte Empfehlung ist: Wenn du Stress hast, gehe langsamer. Genau das kann in diesen Situationen helfen. Auch mal einen Moment innezuhalten. Wir sollten versuchen, den Blick auf das große Ganze zu richten und uns nicht im Klein-klein zu verlieren.

Langsamer gehen kann helfen, den Puls runterzuschrauben. In den Bauch atmen baut Stresshormone ab. Die Sonne hilft bei der Ausschüttung von Glückshormonen. Nur durch Auszeiten können wir das Arbeitspensum schaffen, das wir uns für die Zeit nach der Auszeit vorgenommen haben. Oft schafft man nach einem Urlaub mehr Dinge in kürzerer Zeit. Dafür braucht es aber erst einmal bewusste Momente der Ruhe.

 

  1. Raus aus dem Alltag: Kreativität und neue Gedanken fördern

Wer etwas anderes sieht, schafft Platz für neue Ideen. Ein Ortswechsel, neue Menschen, neue Gedanken – wer auf diese Weise auf neue Ideen kommt und mal wieder eine andere Perspektive einnimmt, sorgt für neue Energie und fördert geistiges Wachstum. Darum sind auch zwei Wochen Urlaub am Stück so wichtig. Nur so kommt man im Hier und Jetzt an. Oft strotzt man nach einem Urlaub vor Kreativität und Freude. Und auch das ist beim Arbeiten wichtig. Also raus aus dem Alltag, raus aus der Routine!

 

  1. Loslassen und Arbeits-Detox

Wer loslässt, hat zwei Hände frei. Keiner ist unentbehrlich und die Arbeit ist noch da, wenn du zurückkommst. Also klapp das Laptop zu und mach das Handy aus! Es ist ganz wichtig, wirklich Urlaub zu machen, keine Mails zu checken oder an einem Zoom-Call teilnehmen zu wollen. Im Gegenteil: Wer auch mal abgeben kann, lernt das Delegieren, im Team zu arbeiten und dass er nicht immer allein für alles verantwortlich ist. Im Urlaub ist es schön, auch mal auf die Kollegen zu vertrauen. Und sich selbst im Loslassen zu üben. Über ein Social-Media-Detox freut sich vor allem die Familie. Es ist aber auch die Fürsorge für sich selbst.

Die Auszeit liegt vielleicht in diesem Jahr nicht an der Adria, sondern an der Nordsee. Das macht aber nichts. Sie trägt auch dort zum persönlichen Wachstum bei. Viel Spaß beim Kraftschöpfen, Kopflüften und beim persönlichen Upgrade im Urlaub, wünsche ich…

 

Haben Sie doch einfach mal keinen Plan…


Der Anouk Index: Loslassen & Leichtigkeit
Haben Sie doch einfach mal keinen Plan…

Loslassen klingt so gut – und ist doch oft so schwer. Kennen Sie das auch? Man ist auf ein Ziel fixiert, arbeitet wie besessen darauf hin und wenn man mal einen Moment in sich geht und schaut, wie es einem wirklich geht, spürt man den Krampf, das Verbissene, die Schwere. Kein Wunder rückt das Ziel einfach nicht näher. Was fehlt ist Lässigkeit und Leichtigkeit. Denn das Verblüffende ist doch: Je unverkrampfter wir sind, desto leichter wird alles. Wer die Fixierung löst, es schafft, loszulassen, bekommt oft das, war er sich schon lange ersehnt hat. „Loslassen und Leichtigkeit“ ist deshalb ein wichtiger Teil des Anouk-Index’, meinem Leitfaden für Ihr Ego-Upgrade.

Ich selbst habe bei meiner Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg die Erfahrung gemacht, welchen Effekt das Loslassen haben kann. Mir ist dort klar geworden, dass man nicht immer auf alles hinarbeiten sollte – klar, Ziele haben ist gut, aber manches lässt sich nicht durch eine Fokussierung beeinflussen, sondern verblüffender weise eher dadurch, dass man den Blick in eine andere Richtung wendet. Ich konnte mir auf meiner Wanderung sagen: Was kommt, wird kommen und ich werde mich darüber freuen. Aber was nicht kommt, kommt eben auch nicht. Weil es vielleicht auch einfach nicht sein soll. Es ist gut, die Dinge nicht erzwingen zu wollen. In jedem Kampf verlieren wir ein Stückchen Leichtigkeit. Wir nehmen manchmal gar nicht wahr, was am Wegesrand alles Tolles passiert, nur weil wir zu sehr auf das eine Ziel fixiert sind.

Loslassen heißt vor allem im Job auch: Dinge abgeben können, delegieren. Nicht derjenige ist am erfolgreichsten, der die meiste Arbeit in seine Sache investiert, der ganz verbissen daran arbeitet. Das kostet Energie, zehrt aus. Es ist wichtig, klug zu denken und zu arbeiten, sich auf sein Team verlassen zu können, den Mitarbeitern Dinge zuzutrauen. Auch, um Zeit für andere Dinge zu gewinnen: Leben ist nicht nur Arbeit. Meine Schwester ist Psychologin, sie hatte schon mit vielen Menschen zu tun, die auf ein langes Leben zurückblicken konnten. Sie haben alle ihre Themen, die sie rückblickend beackern, die ihnen in ihrem Leben immer wieder begegnet sind. Kein einziger hat gesagt: „Ich bereue es, nicht mehr gearbeitet zu haben.“ Es gibt so viel mehr als Arbeit. Und wir sind nicht allein immer die Besten, die alles richtig machen, wissen allein, wie es geht. Geben Sie die Dinge ab, vertrauen Sie dem Team. Und lassen Sie auch Imperfektionismus zu, bei sich und bei anderen. Seien Sie nicht so streng mit sich und Ihrem Team. Lassen Sie auch mal Fünfe gerade sein.
Natürlich ist es ein Balance-Akt, Leben und Arbeit so ins Gleichgewicht zu bringen, dass wir glücklich sind. Dass wir erfolgreich sind natürlich auch. Abschalten ist in vielen Phasen unseres Berufslebens nicht einfach. Gegen das Gedanken-Karussell hilft gute (!) Ablenkung: Sport, Tanzen, Lesen. Kleine Dinge wie Kaffee und Kuchen mit einer guten Freundin, ein Wellness-Nachmittag, ein Wochenende in einer anderen Stadt.

Ich habe etwas sehr Schönes gelesen, weiß leider nicht, wer es gesagt hat:
„You don’t always need a plan. Sometimes you just need to breathe, trust, let go and see what happens.“

In diesem Sinne: Seien Sie heute mal planlos!

Auf bald, Ihre Anouk Ellen Susan

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