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Leben ist Leidenschaft


Der Anouk Index: Leben & Leidenschaft

Leben ist Leidenschaft!

 

Sind Siegfried, Roy und die weißen Tiger da? Kannst Du mir den Weg zu den Toiletten zeigen? Oder: Wie lange muss ich anstehen an der Achterbahn? Das waren die Fragen, die ich vor vielen Jahren am Info-Counter im Phantasialand beantworten musste. Ich war 16 – und ich habe diesen Nebenjob geliebt. Ich ging in die Realschule und war total stolz darauf, mein erstes Geld zu verdienen. Das Management hat mitbekommen, dass ich sehr sprachbegabt war und mit welchem Einsatz und welcher Ernsthaftigkeit ich meinen Job ausgeübt habe. Ich hatte immer ein Lächeln im Gesicht.

Nach einem Jahr holten sie mich vom Infoschalter in die Marketingabteilung und ich hatte gleich eine Idee, wie man mehr holländische Gäste in den Freizeitpark locken kann. Indem man das Phantasialand zu ihnen bringt. Mit einem Truck und drei Kollegen ging es in die Niederlande, um den Holländern zu zeigen, was sie erwartet im Phantasialand. Ich war inzwischen gerade 18 geworden, habe die einwöchige Werbetour komplett allein organisiert – und hatte einen Heidenspaß dabei.

Meine Überzeugung ist: Wenn man die Dinge mit Leidenschaft angeht, gelingen sie. Mit Begeisterung und Passion bewegt man Ideen und überzeugt Menschen. „Leidenschaft und Leben“ ist deshalb ein wichtiger Teil meines Anouk-Index’, dem Leitfaden für Ihr Ego-Upgrade.

Meine Zeit im Phantasialand liegt lange zurück. Inzwischen bin ich Direktorin beim niederländischen Tourismusbüro. Ich bin erfolgreich, aber was noch viel wichtiger ist: Ich bin glücklich. Das ist mir gelungen, weil ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht habe.

Ich weiß, dass es verschiedene Gründe geben kann, warum es nicht gelingt, DEN Traumjob zu finden. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass in jedem von uns etwas steckt, das er zu seiner Passion ausbilden kann. Etwas, das uns im Kern berührt und uns ein großes Gefühl der Zufriedenheit verschafft.

Meine Freundin geht in ihrem Gourmetblog auf, eine Mitarbeiterin häkelt wunderschöne Mützen und eine Kollegin backt wahrhaft meisterliche Kuchen. Meine Erfahrung ist: Wer seine Leidenschaft lebt, bekommt Begeisterung zurück – Sie können sich am Beispiel der Kuchenbäckerin vorstellen, wie die Kollegen sich freuen, wenn sie uns teilhaben lässt und uns einen köstlichen Kuchen mitbringt.

Wenn es keine Möglichkeit gibt, das was Sie lieben, in ihren Beruf zu integrieren, leben Sie die Leidenschaft in Ihrer Freizeit aus! Wem es gelingt, eine Tätigkeit zu finden, in die er all seine Leidenschaft fließen lassen kann, wird spüren, dass die Dinge leicht werden und vor allem: Spaß machen. Eine Passion zu haben macht außerdem interessant. Immer. Für sich und andere.

Als ich zehn Jahre alt war, hatte ich einen schrecklichen Fahrradunfall. Ich war im Koma, musste danach vieles neu lernen – mein Gedächtnis trainieren, meine Motorik. Meine Mutter erzählte mir später, wie traurig ich sie in dieser Zeit angesehen habe. Mich hat dieses Kindheitserlebnis sehr geprägt. Es hat dafür gesorgt, dass ich immer wieder neue Herausforderungen angehe, neue Sachen entdecke und mich immer wieder neu ins Leben werfe. Denn im Nachhinein weiß ich, dass mir ein zweites Leben geschenkt wurde. Mir ist deshalb in jeder Sekunde bewusst, wie wichtig es, ist auf sein Herz zu hören und das zu tun, wofür man brennt. Das Leben kann so schnell vorbei sein.

 

„Doing what you like is freedom. Liking what you do is happiness.“

 

In diesem Sinne: Wofür schlägt Ihr Herz?

Ihre Anouk Ellen Susan

 

 

 

 

 

 

Haben Sie doch einfach mal keinen Plan…


Der Anouk Index: Loslassen & Leichtigkeit
Haben Sie doch einfach mal keinen Plan…

Loslassen klingt so gut – und ist doch oft so schwer. Kennen Sie das auch? Man ist auf ein Ziel fixiert, arbeitet wie besessen darauf hin und wenn man mal einen Moment in sich geht und schaut, wie es einem wirklich geht, spürt man den Krampf, das Verbissene, die Schwere. Kein Wunder rückt das Ziel einfach nicht näher. Was fehlt ist Lässigkeit und Leichtigkeit. Denn das Verblüffende ist doch: Je unverkrampfter wir sind, desto leichter wird alles. Wer die Fixierung löst, es schafft, loszulassen, bekommt oft das, war er sich schon lange ersehnt hat. „Loslassen und Leichtigkeit“ ist deshalb ein wichtiger Teil des Anouk-Index’, meinem Leitfaden für Ihr Ego-Upgrade.

Ich selbst habe bei meiner Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg die Erfahrung gemacht, welchen Effekt das Loslassen haben kann. Mir ist dort klar geworden, dass man nicht immer auf alles hinarbeiten sollte – klar, Ziele haben ist gut, aber manches lässt sich nicht durch eine Fokussierung beeinflussen, sondern verblüffender weise eher dadurch, dass man den Blick in eine andere Richtung wendet. Ich konnte mir auf meiner Wanderung sagen: Was kommt, wird kommen und ich werde mich darüber freuen. Aber was nicht kommt, kommt eben auch nicht. Weil es vielleicht auch einfach nicht sein soll. Es ist gut, die Dinge nicht erzwingen zu wollen. In jedem Kampf verlieren wir ein Stückchen Leichtigkeit. Wir nehmen manchmal gar nicht wahr, was am Wegesrand alles Tolles passiert, nur weil wir zu sehr auf das eine Ziel fixiert sind.

Loslassen heißt vor allem im Job auch: Dinge abgeben können, delegieren. Nicht derjenige ist am erfolgreichsten, der die meiste Arbeit in seine Sache investiert, der ganz verbissen daran arbeitet. Das kostet Energie, zehrt aus. Es ist wichtig, klug zu denken und zu arbeiten, sich auf sein Team verlassen zu können, den Mitarbeitern Dinge zuzutrauen. Auch, um Zeit für andere Dinge zu gewinnen: Leben ist nicht nur Arbeit. Meine Schwester ist Psychologin, sie hatte schon mit vielen Menschen zu tun, die auf ein langes Leben zurückblicken konnten. Sie haben alle ihre Themen, die sie rückblickend beackern, die ihnen in ihrem Leben immer wieder begegnet sind. Kein einziger hat gesagt: „Ich bereue es, nicht mehr gearbeitet zu haben.“ Es gibt so viel mehr als Arbeit. Und wir sind nicht allein immer die Besten, die alles richtig machen, wissen allein, wie es geht. Geben Sie die Dinge ab, vertrauen Sie dem Team. Und lassen Sie auch Imperfektionismus zu, bei sich und bei anderen. Seien Sie nicht so streng mit sich und Ihrem Team. Lassen Sie auch mal Fünfe gerade sein.
Natürlich ist es ein Balance-Akt, Leben und Arbeit so ins Gleichgewicht zu bringen, dass wir glücklich sind. Dass wir erfolgreich sind natürlich auch. Abschalten ist in vielen Phasen unseres Berufslebens nicht einfach. Gegen das Gedanken-Karussell hilft gute (!) Ablenkung: Sport, Tanzen, Lesen. Kleine Dinge wie Kaffee und Kuchen mit einer guten Freundin, ein Wellness-Nachmittag, ein Wochenende in einer anderen Stadt.

Ich habe etwas sehr Schönes gelesen, weiß leider nicht, wer es gesagt hat:
„You don’t always need a plan. Sometimes you just need to breathe, trust, let go and see what happens.“

In diesem Sinne: Seien Sie heute mal planlos!

Auf bald, Ihre Anouk Ellen Susan

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