Kategorie : Allgemein

Die meisterlichen Drei


Die meisterliche Drei

In meinem einjährigen Studium an der German Speakers Academy (GSA) in 2016  mit dem Abschluss „Professional Speaker“ habe ich gelernt, dass ich nach jahrelanger Erfahrung doch längst noch nicht alles wusste über Bühnenpräsenz und richtig gutes Präsentieren.

Vor allem lernte ich an der Academy: Es gibt die magische Drei: Drei Faktoren, drei Tipps, drei Trends, drei Dos & drei Don’ts. Dabei geht es auch um die Einteilung der Präsentation / des Vortrags. Das vereinfacht vieles. Früher habe ich zehn Tipps gegeben, 20 Trends vermeldet oder sieben Dos & Don’ts ausgemacht. Was für eine Überfrachtung von Informationen…Klar, dass die Zuschauer da abschalten.

Mein Tipp also: Drei Punkte nennen, die weiteren als Handout ausgeben oder nach und nach als Blogbeitrag oder Facebook-Posting veröffentlichen. Wer wirklich interessiert ist, wird sie sich auch nach dem Vortrag durchlesen. Es ist außerdem eine gute Möglichkeit, den Kontakt zu den Zuhörern zu halten und gegebenenfalls zu intensivieren.

Wer sich zu schwer damit tut, die wichtigsten drei Punkte herauszustellen, sollte sich drei griffige Oberbegriffe suchen, worunter er dann beispielsweise neun kurze Tipps subsummieren kann. Aber, weniger ist mehr: Ich beherzige meine Dreier-Regel eigentlich konsequent – es sei denn, ich bin mit anderen Absolventen der GSA auf derselben Veranstaltung ;-), die natürlich auch die Dreier-Einteilung verinnerlicht haben. Dann wähle ich zwei oder vier Punkte, damit ich mich aus der Gruppe abhebe.

Noch ein Tipp: Wenn mir eine Sache ganz besonders wichtig ist, dann mache ich es wie der Detektiv aus der Serie „Columbo“, der am Ende sagt: „One more thing!“ bzw. „Eins noch!“. Allein dadurch ist mir die Aufmerksamkeit aller noch einmal sicher, da klar ist: Es kommt noch etwas Wichtiges. Sei es ein damit sneaky angefügter vierter Punkt, ein witziger Beitrag oder ein Aspekt, den ich zu bedenken geben will.

Im Allgemeinen gilt aber: Alle guten Dinge sind drei. Ich beherzige diese Regel und lege allen Sprechern nahe, es ebenfalls zu tun. Immer an Goethe denken, der wusste: der Meister zeigt sich in seiner Begrenzung!

 

Ein schönes Make-Up macht immer Eindruck!


„Ein schönes Make-Up macht immer Eindruck“

In meinem neuesten Blog gebe ich keine Antworten, sondern stelle Fragen. Man kann nicht über den perfekten Bühnenauftritt sprechen, ohne auch über Optik zu reden. Ich habe deshalb eine absolute Expertin für Make-Up interviewt: Renate Susan, Maskenbildnerin, 78 Jahre alt, absolut Make-Up-verrückt  – und meine liebe Mutter.

Mutti, was müssen wir Frauen beim Make-Up beachten?

Renate Susan: Es gibt verschiedene Arten von Make-Up: Man unterscheidet Tages-, Abend-, Bühnen und Foto-Make-Up. Eine Theaterbühne ist dabei nochmal etwas völlig anderes als eine Bühne, die man betritt, um einen Vortrag oder eine Rede zu halten.

Für alle Make-Ups gilt aber: Helle Farbe hebt hervor, dunkle Farbe stellt zurück. Konkret: Bei Augenringen oder tiefer liegenden Augen wird ein hellerer ton um die Augen herum aufgetragen. Das Make-Up selbst darf nicht mehr als einen Hautton dunkler sein als die eigene Hautfarbe. Will man aber etwa ein markantes Kinn optisch „verkleinern“, dann schminkt man es mit einem Ton, der noch eine Stufe dunkler ist.

Es darf nie zu maskenhaft sein, wenn es nicht gerade um eine Shakespeare-Inszenierung geht: Ich klopfe die Grundierung, die ich mit einem feuchten Schwamm auftrage, deshalb mit feuchten Fingern ab, damit ich überschüssige Reste wegnehme und die Haut zart aussieht. Am Ende kommt ein leichtes Puder auf die Haut. Das Gesicht sieht dann schön ebenmäßig und matt aus.

Muss man auch Hals und Hände schminken?

Renate Susan: Das gibt oft eine große Schmiererei. Ich empfehle Gesichtsbräuner für Hände und Hals, dann muss man sie nicht mit schminken und die Kleidung bleibt sauber.

Wie wirkt das Make-Up denn am besten?

R.S.: Das lose Puder am Ende ist wichtig. Es fixiert das Make-Up, so dass es tagsüber gut hält. Das Puder trage ich mit demselben Schwamm auf, den ich auch für die Grundierung benutze.

Das Entscheidende an den Make-Up-Varianten ist, wie kräftig man die Augen schminkt, das Rouge aufträgt und den Lippenstift. Da kommt es auf die Entfernung zum Publikum an. Bei Bühnenauftritten darf es ein wenig kräftiger sein, da das Publikum mehrere Meter entfernt ist. Für ein normales Tages-Make-Up oder einen TV-Auftritt mit Nahaufnahmen würde ich immer zarte Farben verwenden.

Bei größerer Entfernung die Augen ruhig stärker betonen, damit sie größer wirken und strahlen. Auf der Bühne oder bei einem Abend-Make-Up sollte man also insgesamt ein dunkleres Augen Make-Up verwenden.

Ich habe seit kurzem Schlupflider, wie muss das Augen-Make-Up dann gemacht werden?

R.S.: Entscheidend ist, ob es Schlupflider oder tief liegende Augen sind. Ich würde bei Schlupflidern auf keinen Fall einen hellen Lidschatten benutzen, allenfalls direkt unterhalb der Braue. Der Lidschatten wird meistens so verwendet, das er auf das Augenlid zum Haaransatz hin verstärkt aufgetragen wird, unter den Augen führt man gleichzeitig einen kleinen Strich mit dem gleichen Lidschatten – am besten ein helles Braun.

Augenbrauen je nachdem auch betonen – Bei größeren Entfernungen etwas stärker, am Tag und draußen eher zart. Bitte dran denken: das Make-Up unter den Augen ein bis zwei Töne heller wählen, den Rest des Make-Ups nur maximal einen Ton dunkler.

Meine Wimpern sind leider nicht so auffällig dicht oder lang. Was muss ich tun, damit meine Augen besser wirken?

R.S.: Was ganz wichtig ist: Wimpern jederzeit KRÄFTIG tuschen, damit die Wimpern das Auge öffnen. Unten und oben gut tuschen, möglichst mit wasserfester Tusche. Lidstrich/Kayal wird nach Augengröße mit einem dunklen Ton (braun oder schwarz),  bei braunen Augen auf jeden Fall schwarz, bei anderen braun, immer wieder nachziehen, damit das Auge zum Strahlen kommt. Das sollte man vor dem Tuschen machen!

Heutzutage lassen viele sich falsche Wimpern kleben, sehr interessant. Das Auge sieht dadurch wunderbar strahlend und offen aus und es wirkt schon von weitem. Das hat einen tollen Effekt.

Mutti, kräftiges oder helles Rouge, was empfiehlst Du für den Auftritt?

R.S.: Das Rouge wird in jedem Fall um die Wangenknochen aufgetragen. Sollten Kinn oder Wangenknochen besonders hervorstehen, sollte man einen leichten Braunton eines Festpuders leicht über dem Make-Up fixieren (als Schattierung) unter dem Rouge, so dass sie zurücktreten.

Die Rouge-Farbe wird ausgesucht nach Art des Lippenstiftes und der Hautfarbe, der beste Ton für alle ist leicht rosé, damit liegt man nie falsch.

Und was mache ich nun mit dem Lippenstift? Was rätst Du uns Frauen?

R.S.: Augen und Lippen sind das Wichtigste. Die Lippen werden auf jeden Fall mit einem Konturenstift vorgezeichnet. Auf jeden Fall! Je nach Lippengröße gilt:

Helle Farbe hebt die Lippen hervor, dunkle lässt sie zurücktreten. Roter Lippenstift wird auf die Kleidung abgestimmt. Im Grunde steht diese Farbe jedem, ist aber von der Kleidung abhängig.

Ich habe immer das Gefühl, dass das Make-Up ganz schnell wieder weg ist. Wie bleibt es frisch?

R.S.: Sollte sich im Laufe des Tages das Make-Up in Augenfalten, auf der Stirn oder in den Mundfalten absetzen, hilft es, mit feuchten Fingern noch einmal drüber zu gehen, es abzuklopfen, so hält man es frisch. Lippenstift natürlich immer mal wieder nachziehen und vor dem Auftritt unbedingt nochmals in den Spiegel schauen.

Was sollen Frauen tun, die keine Schminke mögen?

R.S.: Wenn sie naturell lieben, müssen sie das für sich entscheiden, jeder hat seinen eigenen Geschmack. Ich finde einfach, dass ein schönes Make-Up  immer Eindruck macht. Das Make-Up verhilft am Tag, am Abend und auf der Bühne zu einer größeren Ausstrahlung. Man sieht zudem einfach gepflegt und frisch aus, hat eine größere Präsenz.

Wie bleibt die Haut frisch, wenn ich mich täglich schminke?

R.S.: Wichtig ist, das Make-Up abends gründlich zu entfernen, ein Tonic zu benutzen und eine Nachtcreme aufzutragen. Unter dem Make-Up immer eine Tagescreme auftragen.

Mein persönlicher Tipp:

Bei besonderen Anlässen lasse ich mich immer schminken, damit es noch professioneller wirkt. Natürlich habe ich manchmal meine Mutter an meiner Seite, das ist natürlich richtig klasse, aber ich habe auch schon eine Visagistin für 100 Euro beauftragt. Vor allem an Tagen,  an denen der Auftritt sehr wichtig ist und ich mich extra hübsch und sicher fühlen möchte. Oft sind Fotografen da, die von einer Veranstaltung Fotos machen – und auch von den Speakern. Da will man natürlich gut rüberkommen. Die Bilder kann man im Nachhinein auch immer mal anfragen und dann für die eigenen Social-Media-Kanäle nutzen. Wichtig ist auch, dass die Haare gut sitzen. Wenn möglich, gehe ich vor meinen Auftritten immer zum Friseur. Eine Visagistin und ein Friseur – das zahlt sich aus. Ich kann das nur empfehlen, vor allem diejenigen, die sich nicht so gerne oder gut selbst schminken können.

 

Renate Susan hat sechs Jahrzehnte als Maskenbildnerin gearbeitet, davon 50 Jahre beim WDR, aber auch beim Theater und an der Oper. Sie war für die Firma Revlon in ganz Deutschland unterwegs (und das ohne Navi…), um  Schminktrainings zu leiten, beim TV hat sie unter anderem für die „Samstag Nacht Show“, „Stefan Raab Show“, „Die Aktuelle Stunde“ oder „Bios Bahnhof“ gearbeitet. Hulk Hogan, Michael Douglas, Hildegard Knef, Peter Ustinov oder Mary Roos haben sich von ihr für ihre Auftritte schminken lassen. Meine Schwester und ich sind quasi mit Puderquaste, Lipgloss und Wimpernzange groß geworden und haben es geliebt, „in der Maske“ dabei zu sein und dabei zuzusehen, wie unsere Mutter mit all den Pinselchen und Farben die Menschen herausputzte. Meine Mutter ist vor allem deshalb ein Vorbild für mich, weil sie ihre Arbeit immer geliebt und leidenschaftlich gern gearbeitet hat.

 

Meine Mutti und ich wünschen allen Frauen einen glanzvollen Auftritt!

Anouk & Renate Susan

 

Bilder im Kopf erzeugen


Bilder im Kopf erzeugen

Globalisierung, Mobilität, Digitalisierung, Klimawandel – alles wichtige Themen. Aber selbst die spannendsten Vorträge bleiben den Zuhörern kaum in Erinnerung, wenn den großen Schlagwörtern keine konkreten Beispiele folgen. Meine Erfahrung ist auch hier: Nenne drei Beispiele, dann holen Sie so viel wie möglich Zuhörer auch ab.

Der Eisbär etwa, der immer wieder auf dem Packeis einbricht auf der Nahrungssuche, lässt die Folgen des Klimawandels auf dramatische Art lebendig werden. Die Chance, das sich die Zuhörer angesprochen und im besten Falle abgeholt fühlen, ist umso größer, wenn Emotionen angesprochen werden.

Konkrete Beispiele lassen Bilder im Kopf entstehen, wenn sie gut beschrieben und erzählt werden. Als Foto oder kurzes Video liefern sie die Bilder sogar gleich mit. Oft bleibt aber noch besser in Erinnerung, was im eigenen Kopf entstanden ist. Also trauen Sie Ihrem Publikum ruhig ein wenig Phantasie zu. Geben Sie nicht alles vor. Lassen Sie durch ein gutes Storytelling, eine Dramaturgie in ihrem Vortrag, zu, dass der Zuhörer sich mit dem Gesagten identifizieren kann.

In meinen Seminaren ‚Erfolgreich Präsentieren‘ zeige ich den Teilnehmern immer zwei Bilder  und frage,  welches sie mehr anspricht. Sie zeigen immer auf das Fahrradbild. Weil es konkret ist. Meine Meinung ist: „Konkret schlägt nicht konkret!“

 

 

Die Kraft der Wiederholung


Die Kraft der Wiederholung

Vielleicht kennen Sie es: Sie hören einen Vortrag und fragen sich am Ende, was der Redner seinem Publikum eigentlich sagen wollte. Es war vielleicht gar nicht so, dass Sie sich gelangweilt hätten, Sie können nur die Kernbotschaft nicht zusammenfassen. Sie könnten dem Vortrag keine Überschrift verpassen, sozusagen.

Das Problem ist: Unser Gehirn filtert automatisch, es kann nicht alle Informationen abspeichern. Jeder Vortrag, der mehr als 45 Minuten dauert, ist deshalb ohnehin schon eine Herausforderung. Für die Zuhörer, aber natürlich auch für denjenigen, der ihn hält.

Wenn Sie nun also in der Rolle des Sprechers sind, machen Sie sich bewusst: Damit möglichst viel im Gedächtnis ihres Publikums hängen bleibt, braucht der Vortrag einen guten Aufbau – aber er braucht auch Wiederholungen. Teilen Sie Ihre Kernbotschaft mehrmals mit: Am Anfang, in der Mitte und am Ende des Vortrags.

Helfen Sie Ihrem Publikum dabei, Ihre Message zu verstehen und zu behalten!

Die Wiederholung der Kernbotschaft ist nicht zuletzt auch für diejenigen, die vielleicht ein paar Minuten zu spät gekommen sind wichtig. Die den Kopf noch mit anderen Dingen voll haben, die noch eben eine Textnachricht abschicken oder schauen, was der Sitznachbar so treibt. Geben Sie allen die Chance, Ihren Vortrag und die Kernbotschaft zu hören, zu verstehen und Ihre wichtigsten Thesen mitzunehmen. Am Ende hat der aufmerksame Zuhörer sie dreimal gehört und der, der abgelenkt war, zumindest einmal.

Meinen Seminarteilnehmern gebe ich gern mit auf den Weg: Tell them what you are going to tell them, tell them, tell them what you told them!

Mein Tipp: Das Publikum mit einbeziehen!


Foto Axel Breuer Plan B

Interaktion mit dem Publikum

Ein weiteres wichtiges Stilmittel für Sie als Redner ist die Interaktion mit dem Publikum. Stellen Sie Fragen, die sich per Fingerzeig, also mit Ja oder Nein beantworten lassen. „Wer von Ihnen lebt auch in NRW?“, „Wer ist zum ersten Mal hier in Köln…in diesem Veranstaltungssaal / Hotel / Messe?“ Man kann auch eine Schwäche eingestehen, sich „Verbündete“ unter den Zuhörern suchen: „Wer von Ihnen geht auch IMMER vom Worst-Case-Szenario aus?“, zum Beispiel. Es kommt immer auf das Thema des Vortrags an und auf die Adressaten, die Sie erreichen wollen.

Bitten Sie die Zuhörer, die Hand zu heben oder lassen Sie sie kurz aufstehen – das Ganze darf natürlich nicht überstrapaziert werden, das gilt aber für alle dramaturgischen Werkzeuge. Die Devise ist: Tools dosiert einsetzen, ohne das Publikum zu langweilen.

Die Fragen müssen außerdem Sinn machen. Überlegen Sie sich, worauf Sie raus wollen. Wenn alle die Hand gehoben haben, die in NRW leben, sollte etwas Interessantes von Ihnen kommen. „Dann ist es Ihnen doch sicher auch schon passiert, dass…“ Am besten belegt mit statistischen Zahlen, Daten, Fakten – aber alles in komprimierter Kürze. Sie können auch eine rhetorische Frage stellen, bei der Sie davon ausgehen können, dass fast alle Zuhörer einverstanden sind. Ein zustimmendes und nickendes Publikum fühlt sich abgeholt und verstanden und ist offen für Ihre weiteren Argumente und Inhalte.

Vorsicht bei Schätzfragen: Wenn Sie etwa nach der Zahl der Deutschen fragen, die jedes Jahr in die Niederlande in Urlaub fährt und Zuhörer reinrufen: Acht Millionen! Dann gehen Sie mit ihrer Antwort – es sind immerhin fünf Millionen – regelrecht baden. Damit hinterlassen Sie dann keinen Eindruck mehr.

Sie können auch einen oder zwei Zuhörer zu Wort kommen lassen – dadurch erfahren Sie etwas über sie, was Sie geschickt noch einmal aufgreifen können im Vortrag oder kurz vor dem Ende. Das steht und fällt allerdings damit, wie schlagfertig, reaktionsschnell und spontan Sie selbst sind.

Insgesamt lockern Interaktionen den Vortrag auf und bieten dem Publikum eine Abwechslung. Die Zuhörer werden automatisch aufmerksam, wenn sie quasi direkt angesprochen und einbezogen werden.

Niemand wird dann abschalten, während Sie sprechen.

 

Die Macht der Stille


Die Macht der Stille

Eines der stärksten rhetorischen Mittel ist die Pause. Nicht in einem Stück atemlos durchschnattern und erzählen, sondern immer souverän und cool bleiben: Einatmen, ausatmen, kurz warten – und dann erst weiter sprechen. Vermeiden Sie so auch unbedingt Füllwörter wie „Ähm“ oder „Also“. Lieber kurz nichts sagen. Die Macht der Stille. Die sorgt dafür, dass das, was auf das Innehalten folgt, sehr viel mehr Aufmerksamkeit bekommt. Im besten Fall hängen die Zuhörer an ihren Lippen und sind gebannt, was jetzt passiert.

Schicken Sie etwa ein „Ganz besonders wichtig ist mir“ voran, legen dann eine kurze Pause ein – und weiter im Text. Alle werden zuhören. Sie machen aber auch dann eine Pause, wenn sie dem, was Sie gerade gesagt haben, mehr Gewicht verleihen wollen: „Wir sprechen hier von einem 100.000-Euro-Gewinn!“ Pause.

Der stille Augenblick hilft den Zuhörern auch dabei, das Gesagte besser sacken lassen und aufnehmen zu können – sie können sich später besser daran erinnern. Und sind aufnahmebereit für die nächsten Aspekte. Sie haben durch Pausen die Chance, sich etwas zu notieren oder nochmal kurz über das, was sie gehört haben, nachzudenken.

Sie als Redner können währenddessen einen Schluck  trinken und Ihre Stimme kurz ölen, Sie können einen Moment in sich gehen, sich auf den nächsten Punkt konzentrieren oder Ihr Handout checken. Versuchen Sie aber, im Blickkontakt mit Ihrem Publikum zu bleiben. Nutzen Sie Pausen als dramaturgisches Tool, um Ihrem Vortrag mehr Wirkungskraft zu verschaffen, ihn lebendig zu halten. Monotones Schnattern ermüdet.

Das Beste kommt zum Schluss


Das Beste kommt zum Schluss

In meinen Gimmicks, die Ihnen zu einem überzeugenden Vortrag oder einer inspirierenden Präsentation verhelfen werden, ging es zuletzt um das Wichtigste: Den Anfang: https://www.anoukellensusan.de/2018/09/17/bleiben-sie-im-gedaechtnis-ihres-publikums-haften/.

Vieles, was für den Anfang eines Vortrags gilt, gilt meiner Meinung und Erfahrung nach aber auch für das Ende. Es ist alles andere als unwichtig, für welchen Ausstieg Sie sich entscheiden. Ein gelungenes Ende sorgt dafür, dass Ihre Worte nachklingen und wirken können. Und Ihre Zuhörer sich an Sie erinnern werden – und zwar im besten Sinne.

Das Ende

Der Schluss eines Vortrags / einer Präsentation kann alles, was Sie vermitteln wollen, adeln – wenn er gut ist. Viele Redner sagen einfach: „Danke für Ihre Aufmerksamkeit!“ oder kokettieren mit „Ich hoffe, ich habe Sie nicht gelangweilt.“ Leider ist das langweilig.

Wie wäre es, das Publikum am Schluss zu überraschen? Sie können es wachrütteln mit einem spannenden Dreh Ihres Themas. Sie können einen eleganten Bogen zum Beginn Ihres Vortrags schlagen – und damit bei Ihren Zuhörern auch den Anfang noch einmal in Erinnerung rufen. Sie können aber auch mit einem kurzen, klug-witzig-charmanten Video oder einem starken Foto überraschen…. – und je nach Thema des Vortrags dafür sorgen, dass Ihr Publikum völlig beschwingt den Saal verlässt.

Weitere Stichworte sind: Call to Action, das Publikum nachdenklich stimmen, in die Tiefe gehen oder Musik einspielen. Alles in Variation, es kommt natürlich immer auf das Thema des Vortrags an. Was allerdings für den Anfang gilt, gilt meiner Meinung nach auch unbedingt für das Ende: Überlassen Sie nichts dem Zufall, setzen Sie nicht darauf, dass Ihnen „schon etwas Originelles einfällt“.

Sie können an anderen Stellen vom Protokoll abweichen – aber nicht an diesen wichtigen Stellen Ihrer Präsentation. Anfang und Ende sollten bestens überlegt und gut einstudiert sein. Spontan können Sie ein andermal sein. Hauen Sie am Ende eine Pointe raus, die ihr Publikum berührt, auf welche Art auch immer. Geben Sie Ihrer Präsentation ein würdiges Ende. Viel Spaß dabei!

 

 

Bleiben Sie im Gedächtnis Ihres Publikums haften


Bleiben Sie im Gedächtnis Ihres Publikums haften

Sie müssen einen Vortrag präsentieren, sind Gast auf einem Podium oder sollen eine Rede halten? Von mir bekommen Sie ganz einfache Gimmicks, die dafür sorgen, dass Sie positiv aus der Reihe fallen. Fangen wir ganz vorn an, am Anfang. Es braucht nur eine Zehntelsekunde für einen ersten Eindruck. Machen Sie sich bewusst, dass dieser Eindruck bei vielen Zuhörern der gleiche ist – sind Sie jemand auf Anhieb sympathisch, haben Sie diese Wirkung also sehr wahrscheinlich auch auf andere.

Der Anfang

Beginnen Sie anders als andere! Warum? Die ersten Sekunden sind die Wichtigsten. Das Publikum wird entscheiden: Sympathisch oder unsympathisch. Und ob es neugierig genug ist, Ihnen zuzuhören. In den ersten beiden Minuten Ihrer Präsentation haben Sie die größte Aufmerksamkeitsspanne der Zuhörer. Sie entscheiden: Höre ich weiter zu oder steige ich gedanklich aus, schweife ich ab? Stellen Sie sich vor, Sie sprechen über das, was Ihnen am Herzen liegt, haben sich unendlich viel Mühe mit der Vorbereitung gemacht und ihr Publikum denkt darüber nach, was es am Abend zu essen geben könnte oder zückt kollektiv das Handy zum Surfen im Netz. Nicht schön.

Vermeiden Sie also Standard-Anfänge wie „Mein Name ist…Schön, dass Sie gekommen sind…“. Langweilen Sie Ihr Publikum nicht, sondern überraschen Sie es! Starten Sie etwa mit einer Schätzungsfrage, einer kurzen (!) Geschichte, einem Video, zeigen Sie ein außergewöhnliches Foto, beziehen Sie das Publikum mit einem kleinen Quiz ein oder erzählen Sie einen Witz. Meinen Lieblingsanfang verrate ich Ihnen sehr gern in meinem Workshop „Erfolgreich Präsentieren – vor Gruppen sprechen, hol das Beste aus Dir selbst!“. 😉

Nach dem ungewöhnlichen Beginn können Sie dann, wenn Sie wollen, die Standards bringen, Ihren Namen und das Thema mitteilen.

Wichtig ist: Fangen Sie immer anders an und fordern Sie Ihre Kreativität heraus. So laufen Sie nicht Gefahr, in die immergleiche Präsentation zu verfallen. Ihr Publikum wird es Ihnen danken – und auch für Sie selbst bleibt Ihr Auftritt lebendig.

Lippenstift & Likes


Anouk Index: Lippenstift & Likes

Alleine ist man schneller – gemeinsam kommt man weiter

„Gefällt mir“ heißt auf Facebook: Daumen hoch. Eine kleine Anerkennung für einen interessanten, originellen oder besonders witzigen Post. Social Media Kanäle wie Facebook, Instagram oder Twitter können aber sehr viel mehr sein: Wer geschickt und regelmäßig seine Botschaften postet, kann die Tools als perfekte Multiplikatoren nutzen, neue Kunden auf sich aufmerksam machen und interessante Geschäftspartner oder einfach Gleichgesinnte finden. Trommeln gehört zum Handwerk, heißt es zu Recht.

Im letzten Teil meines Anouk-Index’ geht es deshalb um den guten Auftritt. Nicht nur den in den Sozialen Netzwerken, sondern auch den ganz persönlichen: „Lippenstift und Likes“. Auch das gehört zum Selbstmarketing 3.0 – How to upgrade yourself.

Jeans und Sneakers oder Kostüm und High Heels: Haben Sie Ihren ganz eigenen Stil schon gefunden?

Das richtige Auftreten, das Outfit und (für Frauen…) ein schönes Make-up sind wichtiger, als manche vielleicht denken. Ein guter Auftritt erzielt Wirkung. Und ein gewinnendes Äußeres stärkt auch denjenigen, der damit positiv auffällt. Ich finde, man sollte sich immer so kleiden, dass die Kunden denken: Okay, sie kann mit dem Geld, das ich ihr für unser Projekt bezahlt habe, gut umgehen.

Unser Stil spiegelt sich in unserer Wohnungseinrichtung wieder, aber für alle sichtbar eben auch in der Art, uns zu kleiden. Eins vorweg: Mode ist nicht gleich Stil. Es geht nicht darum, jeden Trend mitzumachen, sondern darum, seine persönliche Marke auszubilden. Tragen Sie das, was zu Ihnen passt! Gehen Sie dabei aber nicht immer nur auf Nummer sicher – mit der Designer-Marke, die sie lieben, oder der weißen Bluse, mit der Sie nichts falsch machen können. Probieren Sie auch mal etwas Neues aus. Was das Make-up betrifft, liebe Frauen: Schon wenig reicht, um eine gute Wirkung zu erzielen. Grundierung, Wimperntusche und Rouge sind die wichtigsten Schminkutensilien. Meine Mutter ist Maskenbildnerin. Sie sieht das Schöne im Menschen und schafft es, Individualität durch Make-up zu betonen. Das können Sie auch! Wer unsicher ist, sollte sich einmal vom Profi zeigen lassen, welche Lippenstiftfarben gut passen und wie man den Lidschatten aufträgt. Keine Sorge, liebe Männer, auch ohne Schminke lässt sich ein kompetenter Auftritt meistern. Ein gepflegtes Äußeres und ein guter Kleidungsstil sind aber unerlässlich.

Und nun zurück zu den Likes in den Sozialen Netzwerken. Streuen Sie Botschaften, machen Sie Werbung für sich und Ihre Sache! Arbeiten Sie mit anderen zusammen, nutzen Sie Synergien, die sich auftun. Die Devise lautet: Alleine bist Du schneller, gemeinsam kommst Du weiter. Viele tun sich schwer, sich selbst zu loben, aber glauben Sie mir: Eigenlob stimmt. Und die meisten Männer haben das immer noch besser drauf als wir Frauen. Am besten machen Sie sich für den Anfang einen Plan. Dazu kann gehören, jeden Tag einen neuen Kontakt über Xing/LinkedIn anzufragen. Oder sich jeden Tag zehn Minuten Zeit zu nehmen für ein Telefonat mit einem Geschäftspartner, einem Kunden oder auch einem Lieferanten. Sie alle bilden das Netzwerk, das Sie erfolgreich macht. Gehen Sie auf After Work Partys – verbinden Sie das Schöne mit dem Nützlichen. Arbeiten Sie mit anderen zusammen!
Konkurrenzdenken schürt immer nur Angst und macht eng. Denken Sie großzügig, holen Sie interessante Menschen ins Boot.

Und denken Sie dran: „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“.
(Netty Neuthal)

Auf bald, Ihre Anouk Ellen Susan

Lernen & Leistung


Anouk Index: Lernen & Leistung

Adieu, Komfort-Zone!

Es lebt sich eigentlich immer ganz schön in der Komfort-Zone. Finden Sie nicht auch? Es ist so gemütlich. Man hat sich eingerichtet, im Job, in seiner Beziehung, im Alltag. Routine hat etwas sehr Beruhigendes. Aber für die großen Momente und das Gefühl, sich so richtig lebendig zu fühlen und glücklich zu sein, ist es meiner Meinung nach wichtig, die Komfort-Zone auch immer wieder zu verlassen. „Lernen und Leistung“ gehört ganz klar zum Anouk-Index’, meinem Leitfaden für Ihr Ego-Upgrade.

Ich überprüfe immer wieder meinen Status Quo: Wo stehe ich und wo will ich hin? Dabei geht es übrigens nicht darum, am Ende den bestbezahlten Job zu haben. Es geht vor allem darum, zu erfühlen, was man braucht, um glücklich zu sein. Ein Beispiel? Ich habe vor 8 Jahren einen Job an den Nagel gehängt, der sehr gut bezahlt war. Ich habe meinen Dienstwagen zurückgegeben und mich von Geschäftsreisen nach New York, Tokio oder Stockholm verabschiedet. Ich habe gespürt, das ich etwas anderes brauche: Neue Inspiration. Ich war im Hamsterrad, habe viel zu viel gearbeitet. Mein größtes Glück war damals ein Vier-Tage-Job in einem Büro. Mit weniger Geld. Weil dieser Zustand mir geholfen hat, den Kopf wieder frei zu kriegen für ganz andere Dinge. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Zu wissen, was man braucht, ist das eine.

Den Weg wirklich einzuschlagen, den man gehen will, ist das andere. Es kostet viel Kraft und Energie, seine Komfortzone zu verlassen. Was hilft: Sich auf seine Stärken zu konzentrieren. Meistens wissen wir um unsere Stärken: Ob wir kreativ sind oder besonders gut in der Kommunikation. Oder vielleicht ein IT-Profi. Machen Sie mal eine kleine Umfrage im Freundes- und Kollegenkreis, wenn Sie unsicher sind. Bitten Sie ihr Umfeld um eine ehrliche Einschätzung ihrer Stärken. Und fokussieren sie sich darauf. Die Ziele sind dann viel einfacher, manchmal auch schneller, zu erreichen.

Was ich mit „Lernen“ aber auch meine ist: In allen Bereichen dazulernen. Es geht nicht immer nur um die Beförderung. Manchmal bringt es einen auch weiter, wenn man einen Kochkursus macht, sich zu einer Wanderung auf dem Jakobsweg aufmacht oder sich zum ersten Mal im Leben zu einem Marathon anmeldet. Open minded in allen Bereichen sein, das bewahrt eine Neugier, die sehr wichtig ist und uns dabei hilft, uns weiterzuentwickeln. Offen sein für Neues.

Dass die Leistung stimmen muss, ist klar. Ich spreche nicht davon, alles schleifen zu lassen. Nur: Wir sollten keine Workaholics werden. Wenn wir Interessen haben, offen sind für Neues und uns in vielen Bereichen weiterbilden bereichern wir uns, entwickeln uns weiter, schaffen uns Selbstsicherheit drauf und bekommen neue Energie und Inspiration. Aktiv bleiben, mutig sein, agieren und nicht nur reagieren. Wichtig ist es, Vertrauen in sich selbst zu haben, Klarheit zu schaffen, Ziele zu setzen und auf dem Weg dorthin die Erfolge zu feiern. Das nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern auch von außen wahrnehmbar. Machen Sie Leistung sichtbar! Was wir können lässt sich wunderbar charmant, klug und witzig via Social Media transportieren, aber auch bei Mitarbeitermeetings, auf der Jahreshauptversammlung, im unternehmenseigenen Intranet.
„Life begins at the end of your comfort zone“ (Neale Donald Walsch)

Also. Auf geht’s!
Ihre Anouk Ellen Susan

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